Über uns

Pirate Cultures ist eine transdisziplinäre Recherche, die Piraterie als emanzipatorische Strategie der Wiederaneignung, Fürsorge und DIY-Kultur untersucht. Im Zentrum stehen Praktiken einer Rückeroberung der Stadt und die (technologiegestützte) Selbstorganisation von Solidaritätsnetzwerken. Pirat:innenkulturen erzählen von ungewöhnlichen urbanen Routen, digitalen Sphären frei von bestehenden Machtverhältnissen, von Widerstand gegen patriarchale Körperpolitiken, der Umgehung konventioneller Medieninfrastrukturen, Open-Source-Systemen und Peer-Produktion von Kämpfen und utopischen Sehnsüchten.

Team

© Caro Nala Scheicher

Künstlerische Leitung

Magdalena Scheicher, geboren 1991 in Wien, forscht künstlerisch-wissenschaftlich an der Schnittstelle von zeitgenössischer Kunsttheorie und Kulturwissenschaften. Ihre theoretische Arbeit unternimmt Historisierungen und Zukunftsspekulationen zu (queer-)feministischen Theorien, Gegenkulturen und Urbanismus. Sie studierte Kunstgeschichte an der Universität Wien und Medienkultur und Kunsttheorien an der Kunstuniversität Linz. Sie schreibt und publiziert zu Bereichen der Medienkunst, Performance und Klangkunst, u.a. für Reposition Journal of Reflective Positions in Art & Research, Sonic Territories, RAD Performance, Urhof 20/Kunsthaus am Schneeberg und Werner Berg Museum Bleiburg/Pliberk.

Von 2019–2023 war sie Mitarbeiterin der evn sammlung (Niederösterreich). Von 2022–2025 war sie Teil des Künstler:innenkollektivs Sandkasten Syndikat. Seit 2025 ist sie Kuratorin und Teil der künstlerischen Leitung der Medienwerkstatt Wien.

© Caro Nala Scheicher
© Milena Nowak

Design und künstlerische Assistenz

Joanna Coleman, geb. 1986 in Wien, ist Medienkünstlerin, Performance- und Soundkünstlerin sowie Grafikdesignerin. Sie studierte Transmediale Kunst und Mediendesign in Wien.

In ihrer künstlerischen Praxis, die zwischen Performance, Sound Art, Techno, Videoinstallation und erweiterter Zeichnung oszilliert, geht es um die Schaffung von Handlungsspielräumen an Grenzbereichen als Form der Selbstermächtigung. Coleman untersucht technologische Systeme in ihrer Transdisziplinarität sowie deren theoretische Bezüge zu Körper, Gesellschaft und strukturellen Gegebenheiten, erforscht Zustände zwischen Reizüberflutung und meditativer Ruhe und führt Aspekte einer Burnout und ADHS Generation ad absurdum. Multitasking bis hin zu Überforderung, mentale Risikobereiche und Extase liegen eng beieinander.

In den vergangenen Jahren realisierte sie zahlreiche Ausstellungen und Performances und trat u. a. bei Struma + Iodine, SONIC TERRITORIES, ROTOR im Künstlerhaus, der V.elak Gala und am Weibel Institute for Digital Cultures auf. Sie performte sowohl solo als auch in Kollaborationen in Österreich, Polen, der Slowakei, Deutschland und den Niederlanden.

www.joannacoleman.at

« Pirat:innen sind mächtige kulturelle Ikonen in westlichen politischen Vorstellungen. Sie werden als anarchische Rebell:innen romantisiert und idealisiert, die sich über die starren Normen von Staat und Markt hinwegsetzen. Sie beflügeln Fantasien von Freiheit am Rande der Zivilisation. Diese narrativen Figuren können als Blaupause für die Untersuchung vielfältiger politischer und kultureller Bewegungen dienen. Im Kontext prekärer und improvisierter gesellschaftlicher Sphären greifen sie auf verschiedene utopische Sehnsüchte und den Wunsch nach selbstorganisierter Autonomie zurück. »

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